Wenn der Partner schnarcht, kann das zur ernsthaften, nervlichen Belastung für den anderen werden. Nicht selten führt das dazu, dass die Partner in getrennten Zimmern schlafen, um genug Schlaf zu bekommen.
Dabei kann man durchaus etwas gegen das Schnarchen unternehmen. Da die markanten Atemgeräusche am häufigsten auftreten, wenn Betroffene auf dem Rücken schlafen, sollte genau diese Schlafposition verhindert werden. Ein einfaches Hausmittel besteht darin, in das Schlafanzugoberteil einen Tennisball in der Rückenpartie einzunähen. Dadurch wird das Schlafen auf dem Rücken zu unbequem. Auch wenn der Kopf oder der ganze Oberkörper höher gebettet wird, zum Beispiel mit einer harten Nackenrolle oder einem zusätzlichen Kissen, wird das Schnarchen zumindest eingedämmt. Manche Menschen versuchen es auch mit einer Wäscheklammer auf der Nase, weil sie der Meinung sind, dass Schnarchgeräusche nur beim Atmen durch die Nase entstehen. Es ist andererseits aber auch möglich, den Kiefer mit einer Binde unter dem Kinn am Aufklappen zu hindern, sodass nur noch durch die Nase geatmet werden kann. In Apotheken werden Pflaster gegen das Schnarchen angeboten.
Bei vielen Menschen findet das Schnarchen seinen Ursprung in einer chronischen Erkrankung der Mandeln. Dann reichen einfache Mittel gegen Schnarchen auf Dauer nicht mehr aus. Bei Betroffenen, die oft unter vergrößerten Mandeln oder Mandelentzündungen leiden, kann man eine Operation zur Entfernung der Mandeln in Betracht ziehen. Die Möglichkeit sollte man aber gründlich mit seinem Hausarzt besprechen, da die häufigen Entzündungen danach oft in Form einer Mittelohrentzündung zum Ausbruch kommen. Auch ein Allergietest kann die Ursache für das Schnarchen feststellen.
Ein aktiver Versuch, die Atemwege von Schleim zu befreien kann das Schnarchen auch vertreiben. Frische Luft im Schlafzimmer erleichtert das Atmen zusätzlich. Mit einem Nasenspray kann man vor dem Zubettgehen noch einmal die Nasenschleimhäute befeuchten. Eine Schlüssel mit heißem Wasser und Eukalyptusextrakt verbreitet Dämpfe, die die Lunge befreien. Zusätzlich kann man regelmäßig inhalieren, was die Atemwege freimacht.